Wer wir sind
Der Arbeitskreis Kritischer BibliothekarInnen
- Akribie - existiert seit 1988, seine Mitglieder kommen aus den verschiedensten
wissenschaftlichen, öffentlichen und Spezialbibliotheken sowie auch
Ausbildungsstätten in West- und Ostdeutschland zusammen.
Akribie ist kein registrierter Verein,
sondern eher ein Forum für freie Diskussionen und gemeinsame Aktivitäten,
mit dem Ziel neue, kritische Formen der Bibliotheksarbeit zu entwickeln.
Bei Akzeptanz dieser Zielsetzung ist
die Gruppe offen für jedermann.
"Kritisch" sein heißt für
uns: zum Nachdenken über Gewohntes oder Verordnetes anregen, zu einer
praxisbegleitenden Reflexion über das, was in den Bibliotheken der
Bundesrepublik geschieht.
Was wir wollen
Abweichend von der Mehrheit der deutschen
Bibliotheksbeschäftigten meinen wir, dass die gegenwärtige soziale
und gesellschaftliche Situation und ihre voraussehbare Entwicklung von
den Bibliotheken reflektiert und zur Grundlage ihres Handelns gemacht werden
sollte.
Wir befürworten den aktiven Einsatz
der Bibliotheken für den freien Zugang zu Informationen für alle
Bevölkerungsgruppen und Minderheiten. Wir wenden uns gegen die erheblichen
Einschränkungen dieses freien Zugangs durch politische Rahmenbedingungen
wie die mangelnde rechtliche Absicherung und massive Unterfinanzierung
der öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland
und die Bevorzugung von Benutzergruppen, die bereit und in der Lage sind,
die wachsenden Gebühren zu bezahlen.
Wir setzen uns für demokatische
Binnenstrukturen in den Bibliotheken ein und fordern die größtmögliche
Stärkung der individuellen Verantwortung der Bibliotheksbeschäftigten.
Akribie ist der Meinung, dass Bibliotheksarbeit
nicht auf Bibliothekstechnologie und perfektes Management reduziert werden,
sondern sich an den gesellschaftlichen Aufgabenstellungen der Bibliotheken
orientieren sollte.
Was wir tun
Akribie versucht zwei- oder dreimal
jährlich auf bundesweiten Treffen grundsätzliche Fragen zu diskutieren
und aktuelle Aktivitäten zu planen. Die Treffen dienen auch dem Austausch
von Informationen und der Fortbildung, mit gelegentlichen Besichtigungen,
Vorträgen etc. Tagungsort, Thema und Ablauf der Treffen werden von
allen TeilnehmerInnen bestimmt. Jedes Mitglied von Akribie kann frei entscheiden,
wieviel es zu den Aktivitäten und den Kosten der Gruppe beiträgt.
Für die Kommunikation zwischen
den Treffen und weitere Informationen gibt es einen Rundbrief (zu beziehen bei Maria Kühn-Ludewig) und die Homepage.
Zudem gibt es einen kurzen Überblick über
Aktionen der letzten Jahre.
Akribie nimmt jedes jahr an Bibliothekartagen
und Bibliothekskongressen teil und hat in den letzten zehn Jahren Informationsstände
und Diskussionsforen zu einem breiten Themenspekturm angeboten. (Siehe
auch Akribie aktuell)
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