Displaced Books - Bücherrückgabe von Raubgut
Während der Zeit des
Nationalsozialismus haben sich Bibliotheken widerrechtlich Buchbesitz von emigrierten oder deportierten
Juden oder anderen Verfolgten des NS-Staates angeeignet.
Eine Übersicht über Veranstaltungen und Literatur.
Wanderausstellung (entleihbar): Seligmanns Bücher. Von der späten Rückgabe des Eigentums jüdischer Flüchtlinge aus Hannover
Kontakt: Dr. Peter Schulze, e-Mail: Peter-Schulze-Hannover(a)t-online.de, c/o Stadtarchiv Hannover, Tel. 0511/1684-4287
Materialsammlung:
- vom 19.9.2008-25.1.2009 zeigt das Jüdische Museum Berlin eine Ausstellung zu "Raub und Restitution. Kulturgut aus jüdischem Besitz von 1933 bis heute" - außerdem Begleitbuch zur Ausstellung im Wallstein Verlag, ca. 320 S. m. vielen Abb.
- "Bibliotheken in der NS-Zeit" Hrsg. von Stefan Alker. Göttingen: V&R nipress 2008, ca 320 S.
- "Von Posen bis Enschede: Göttinger Uni-Bibliothek mit NS-'Beuteliteratur'" in Frankfurter Rundschau 19.5.2008 S. 22
- Provenienzforschung und Bibliotheksgeschichte:
Vom 25.-27.03.2008 veranstalteten die Universitätsbibliothek Wien und die Wienbibliothek im Rathaus in Kooperation mit der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare und der Gesellschaft für Buchforschung in Österreich die Tagung
"Bibliotheken in der NS-Zeit" zum Thema Bücherraub und zur aktuellen Provenienzforschung, sowie zu bibliothekshistorischen Aspekten der Zeit.
- Drittes Hannoversches Symposium: NS-Raubgut in Bibliotheken 2007. Suche. Ergebnisse. Perspektiven. 8. und 9. November 2007. Kongressband hrsg. von Regine Dehnel. Frankfurt: Klostermann, 2008.
- "Displaced Books: NS-Raubgut in der Universitätsbibliothek Marburg". Eine Übersicht von Ragnhild Rabius.
- "Wir verdanken es allein den Polen" von P. Zahn. In FAZ, 20.12.2007.
- Schreiben vom 25.9.2007 von Akribie an die Staatsbibliothek zu Berlin mit der Bitte den Begriff "Beutekunst" im Zusammenhang mit den sog. 'Berlinka'-Beständen in Krakau nicht zu verwenden. Keine Antwort erhalten.
- "Die Lust an der Provokation: Tono Eitel, ehemaliger Diplomat und heute Unterhändler in Sachen Kulturgüter, fordert die Rückgabe angeblicher "Beutekunst" von Polen. Aber: Polen hat nie Kriegsbeute gemacht" In taz, 23.8.2007
- "Die Suche nach NS-Raubgut in Bibliotheken: Recherchestand, Probleme, Lösungswege. Hrsg. von Bernd Reifenberg. Marburg, 2006. Schriften der Universitätsbibliothek Marburg, 126.
- Ausstellung "Displaced Books: NS-Raubgut in der Universitätsbibliothek Marburg", 11.11.2005-25.2.2006. Die Ausstellung wurde im Rahmen eines Forschungsseminars mit Studierenden der Geschichtswissenschaften realisiert.
- Rezension zum Buch
- "Die Geschichte der ÖNB in der NS-Zeit" von M. G. Hall und C. Köstner. Böhlau, 2006.
- "Berlin: Staatsbibliothek und Max-Planck-Institut für Geschichte starten Projekt 'Beschlagnahmte Bücher'" In Bibliotheksdienst 2006, Heft 7, S.913-914.
- Workshop "Raubgut in Berliner Bibliotheken", 12. Juni 2006. Zentral- und Landesbibliothek Berlin. Tagungsband erschienen. Berlin: ZLB 2007. 63 S.
- Jürgen Babendreier: "Erinnern, nicht bewältigen" In: akmb-news 11 (2005), H. 2, S. 52-54
- "Jüdischer Buchbesitz als Raubgut. Zweites Hannoversches Symposium", 10./11. Mai 2005, Hannover, Tagungsband hrsg. von Regine Dehnel, 2005. 436 S. ISBN 3-465-03442-2
- "Auf den Spuren der Eigentümer. Erwerb und Rückgabe von Büchern jüdischer Eigentümer am Beispiel Bremen". Thomas Elsmann (Hrsg.) Bremen: SuUB 2004, 107 S.
- AKMB-news Heft 3, 2004. Schwerpunktheft zu "Provienzforschung, Restitution und Beutekunst" mit Beiträgen von Christian Mertens, Angela Graf, Jürgen Babendreier, Manfred Komorowski, Werner Schroeder u. a.
- "Kombination und Kriminalistik" von Ragnhild Rabius. In Bibliotheksdient, 38, 2004, Heft 1
- "Durch Raub bereichert". Die Nationalbibliothek [in Wien] stellte sich auf exemplarische Weise einem "dunklen Kapitel" - und legt nun einen Bericht über 25.506 Erwerbungen aus der NS-Zeit vor; die als bedenklich gelten
und restituiert werden könnten" von Thomas Trenkler. In Der Standard, 20.12.2003, S. 25
- Sven Kuttner: Geraubte Bücher. Jüdische Provenienzen im Restbestand der Bibliothek der "Forschungsabteilung Judenfrage" in der UB München. In: Bibliotheksdienst 37, 2003, S.1059-1065
- AKMB-news, mehrere Artikel und Berichte in den Ausgaben 2002 und 2003
- Angela Graf: "Niemand weiß, wie lang er es hat, was er ruhig besitzet"
, Weimar als Schauplatz einer Tagung zur deutschen Provienzforschung. In Bibliotheksdienst, 37, 2003, Heft 10
- Veronica Albrink: "Die Suche nach NS-verfolgungsbedingt entzogenen Büchern. Eine andere Art der "Bestandsrevision"". In Information, Wissenschaft & Praxis, 54, 2003, S.221-228
- S. Kuttner. In Bibliotheksdienst 2003, Heft 8
- S. Koldehoff: "Wem gehört Noldes Garten? Eine neue Kommission soll die umstrittesten Fälle von NS-Raubkunst lösen". In Die Zeit, 10.07.2003, S.33
- Hannoverscher Appell, Symposium: Jüdischer Buchbesitz als Beutegut, 14.11.2002 in Hannover
- Bericht zum Symposium s. Bibliotheksdienst 37, 2003, H. 1
- Braune Erblast in den Bücherregalen: Das "Historicum" der Ludwig-Maximilians-Universität und die Staatsbibliothek fahnden nach jüdischem Besitz von Elisabeth Höfl-Hielscher. In Süddeutsche Zeitung, Nr. 21, 25.01.2002, S. 42 und der zitierte Rundbrief des "Freundeskreis des Lehrstuhls für Jüdische Geschichte und Kultur", Nr. 3, Okt. 2001. e-Mail: epwieckenberg(a)aol.com
- Manuskript von Jürgen Babendreier über eine Bücherrückgabe: Einmal Bremen, Berlin, Washington und zurück
- "Irrungen, Wirrungen" in der TAZ, 06.03.2002, S.16
- Displaced Books and Lost Art von Laura Held. In AKMB-News 7, 2001, Nr. 3
- "Die Suche nach beschlagnahmten Büchern: Untersuchung im Zusammenhang mit der Handreichung 2001 ...", Hausarbeit, FH Köln, Köln 2001
- Eine Marburger Bücherrückgabe von Dirk Barth. In Bibliotheksdienst, 35, 2001, Heft 10
- Margret Lemberg: Verboten und nicht verbrannt (Schriften der Universitätsbibliothek Marburg , 110). 2 Bände. ISBN 3-8185-0339-7
- "Lesestoff aus dem Giftschrank" in: Express, Marburger Magazin, 19, 2001, Nr. 32 (10.8.2001), S. 6 f.
- Artikel
und Reaktionen in der TAZ, 20.6.01
- Schwäbisches Tagblatt, 22.5.01: Universität Tübingen gibt Geschenk der Gestapo zurück - rund 900 Bände aus der Privatbibliothek
des Mediziners Dr. Cäsar Hirsch nach Kalifornien
- Rückzahlungsansprüche der Finanzbehörde an die Erben, s. Schwäbisches Tagblatt, 7.2.2003
- Rückgabe
nach Gutdünken im Spiegel, 24.04.01
- "Displaced books
- Bücherrückgabe aus zweierlei
Sicht" - Beiträge und Materialien zur Bestandsgeschichte deutscher
Bibliotheken im Kontext von NS-Zeit und Krieg
- "Die Schwierigkeit im Umgang mit den während
der NS-Zeit geraubten Kulturgütern". Ein zusammenfassender Bericht
über den derzeitigen Stand der Suche und Rückgabe von Kulturgütern
und Literatur, die während der NS-Zeit insbesondere aus jüdischem
Besitz enteignet wurden - insbesondere bezogen auf die deutschen Bibliotheken.
Von Norbert Cobabus in: PRO (Hrsg. von Die Deutsche Bibliothek - Gesamtpersonalrat
...), Leipzig. Nr. 79 [14. Juli 2001] / 2001, Nr. 2, S. 30 -33).
- "The Holocaust and the book: destruction and preservation" von Jonathan Rose (Hrsg.), in der Reihe: Studies in print culture and the history of the book, 4 Bände, ISBN 1-55849-253-4
enthält u. a.: The Library in the Vilna Ghetto von Dina Abramowicz; Library and Reading Room in the Vilna Ghetto, Strashun Street 6 von Herman Kruk
- Handreichung zur Umsetzung der "Erklärung
der Bundesregierung ... zur Auffindung und Rückgabe NS-verffolgungsbedingt
entzogenen Kulturgutes, insbesonders aus jüdischem Besitz", Febr.
2001
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